JESUS CHRISTUS

Auftragsarbeit für RSK Gebetsgemeinschaft / Franziskaner Orden Wien

Regie: Johanna Tschautscher

Länge: 60 Minuten

 

mit:

Prof. Reiner Riesner / Tübingen

Prof. Wolfgang Beilner / Vöcklabruck

Dr. Sigrid Hartwig-Scherer / Freising

Mag. Gertrud Wally / Wien

Prof. Antonia Moropoulou / Athen

Michael König / Putzleinsdorf

Andreas Heuken / Wien

Maria / Wien

Celine Knopp / Wien

(Liste nicht vollständig)

 

 

 

Themen:

Evangelien als zuverlässliche Quelle über das Lebens von Jesus, Stilmittel der Worte Jesus, parallelismus membrorum, Gleichnisse, der Evangelist Markus und seine Beziehung zu Petrus, Das Reich Gottes, Gottesherrschaft, Vergebung, Feindesliebe, Die Authentizität des Turiner Grabtuchs, Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Turiner Grabtuch, Die Entmaterialisierung des Körpers von Jesus Christus, Wissenschaftliche Beweise für die Echtheit des Standortes der Grabeskirche, Persönliche Beziehungen und Worte zu Jesus Christus, Golgotha, Auferstehung, Maria Magdalena, Begegnungen mit Jesus Christus, Textausschnitte aus der Bibel

(Liste nicht vollständig)

Fertigstellung / Sommer 2020

Premiere / 12. 13. September 2020 / Stephansdom Wien

 

 

AUS DEM INHALT

See Genezareth. Hier begann Jesus Christus zu predigen. In Gleichnissen. Mit Stilmitteln, wie sie den frommen Juden geläufig waren.

Wer die Torah zur Zeit Jesu befolgen wollte, musst sie „stets in seinem Inneren tragen“. Sich zu Herzen nehmen. Schreiben auf die Tafel des Herzens.

„learning by heart“, „apprendre par coeur“ Er kannte sie auswendig.

Wenn Jesus auch nur einen halben Satz eines gesamten Textzusammenhanges ansprach, ein charakteristisches Wort aus der Torah aussprach,

erkannten die Zuhörer, die Schüler, die Gebildeten sofort, wovon er sprach.

Ebenso verhielt es sich mit Lehrsätzen berühmter Rabbiner. Kurze Sätze. Vor längeren Reden nützte er dieses Verfahren, damit seine Worte

fest im Gedächtnis der Zuhörer bleiben konnten. Besonders typisch für Jesus war seine Einleitung: Amen, ich sage Euch …

Ein Aufmerksamkeitssignal! Nun würde eine besonders wichtiger Satz kommen.

Wer sein Leben erhalten will,

der wird es verlieren.

Wer aber sein Leben meinetwegen verliert,

der wird es erhalten.

Parallelesmus membrorum. Ein Stilmittel. A, B, B, A

Kurz, dichterisch, wiederholend.

Erhalten, verlieren, verlieren, erhalten.

Ein solcher Chiasmus galt in der antiken Rhetorik allgemein als besonders effektiv.

Die Apostel hörten diese Worte immer und immer wieder. Jesus predigte an vielen Städten. Die Apostel kannten seine Worte „im Herzen“.

Der Apostel Petrus begegnete nach dem Tod von Jesus einem gebildeten Juden, der mehrere Sprachen sprach. Griechisch, Hebräisch, Aramäisch.

Er erzählte ihm von seiner Berufung durch Jesus, von der Heilung, die Jesus an seiner Schwiegermutter vollzog. Von diesem für ihn einprägsamen,

großartigen, unvergesslichen Tag. Der gebildete Jude war Markus. Fasziniert hörte er der persönlichen Erzählung des Petrus zu.

Darum beginnt sein Evangelium auch mit einem 24 Stunden Tag des Petrus. Der Tag, an dem er von Jesus berufen wurde.

Niemals konnte er es vergessen. Er könnte es immer wieder genau so erzählen, da es der intensivste Tag seines Lebens war.