360 Tausend Afrikaner warten laut Schätzungen der UNO in Nordafrika darauf, nach Europa übersetzen zu können. Jährlich sterben Tausende Migranten auf dem Weg durch die Sahara oder im Mittelmeer und dem Atlantik.
Der Film zeigt durch Einzelschicksale und anonymen Massenbildern einen Querschnitt der Migrations-Situation zwischen der Sahara und Europa. Am Knotenpunkt der Migration in der Sahara, in der Stadt Agadez ziehen wöchentlich 200 bis 500 Migranten durch. Genau dort arbeitet aber auch die lokale NGO Hed Tamat, geführt von einer Gruppe Tuareg-Nomaden, an der Entwicklung des Landes, um die Bevölkerung aus der Armut zu holen. Ein Saftfabrikant aus Ghana verliert seine Firma, weil er an den “Traum von Europa” glaubt. Er kehrt nach 2 Jahren Asylheim und Schubhaftgefängnis in Deutschland nach Ghana zurück, und versucht dort vergeblich seine Fabrik wieder aufzubauen. Seine Freunde glauben trotz seines Schicksals immer noch Europa.
Der Film zeigt das Making of eines 50 minütigen “Informationsfilmes” für Afrika, mit dem Titel “Europe beyond the dream”, der Afrikaner über die Realität und die Gefahren und Risiken einer Migration nach Europa aufklären soll. Der Saftfabrikant aus Ghana bringt diesen Film in sein Viertel und kann seinen Freunden damit endlich zeigen, wie es wirklich in Europa ist. Seine Freunde richten einen Appell an die “Europäische Regierung”, sie möge Afrikaner Arbeit und eine Zukunft geben, ihnen wird durch den Informationsfilm klar, dass sie ihren “Traum von Europa” aufgeben müssen. Die Regisseurin bringt ihren Film und diesen Appell zusammen mit der EU-Parlamentarierin Karin Resetarits nach Brüssel und konfronitert das EU-Parlament mit den dramatischen Bildern der Migrationssituation zwischen Afrika und Europa sowie mit dem Appell aus Ghana. Die Reaktionen in Brüssel spiegeln die europäische Hilflosigkeit wieder. Im Niger, in der Sahara arbeitet die NGO Hed Tamat weiter für Bildung, Wasserversorgung, Arbeit, Friede und bessere Lebensbedingungen. Aber eine Rebellion bricht aus, eine Gruppe bewaffneter Tuareg richtet sich gegen den Staat, weil sie an den Gewinnen aus dem Rohstoffabbau in ihrem Territorium beteiligt werden wollen. Seit Jahrzehnten verdienen aus dem Uranabbau vorallem Europa und die nigrische Regierung, die ihre Gewinne nicht mit der Bevölkerung im Norden teilt.